Nintendo Wii.
Nintendo Wii ist eine fernsehgebundene Spielkonsole von Nintendo, die seit Ende 2006 auf dem Markt ist. Ihr wesentliches Merkmal ist ein neuartiger Controller, der herkömmlichen Fernbedienungen ähnelt, aber über eingebaute Bewegungssensoren verfügt. Diese registrieren die Position und die Bewegungen des Controllers im Raum und setzen sie in entsprechende Bewegungen von Spielfiguren oder Elementen auf dem Bildschirm um. Bei herkömmlichen Controllern müssen Knöpfe oder Analogsticks betätigt werden, mit dem Wii-Controller können sie die Spiele nun steuern, indem sie den Controller selbst bewegen. Das Steuergerät erinnert von der Form her an eine Fernbedienung, weshalb es besonders im englischsprachigen Raum als Wiimote (engl. remote (control) = Fernbedienung) bezeichnet wird.
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| Mithilfe zweier Referenzpunkte in der Sensorleiste (welche unten vor oder oben auf dem Fernseher platziert werden) und einer Infrarotkamera (an der Vorderseite der Wiimote) kann die Position und Lage des Controllers zum Bildschirm bestimmt werden. Dadurch ist es möglich, Spielobjekte auf dem Bildschirm direkt anzuvisieren. Die Präzision ist vergleichbar mit der eines Mauszeigers bei grafischen Benutzeroberflächen. Zusätzlich enthält der Controller einen Beschleunigungssensor mit dem Bewegungen und Drehungen des Controllers erfasst und direkt für die Spielsteuerung genutzt werden können. Außerdem sind verschiedene Knöpfe und ein Steuerkreuz vorhanden. Die Kommunikation mit der Konsole erfolgt kabellos via Bluetooth. Der maximale Abstand beträgt 10 Meter. Für zusätzliche mechanische Rückmeldungen an den Spieler (Rumble Pak) kann der Controller Vibrationseffekte erzeugen. |
Die Maße der Konsole betragen 157 mm × 215,4 mm × 44 mm und ist damit deutlich kleiner als die Konkurrenz von Sony und Microsoft. Sie kann wie die PlayStation 2, diePlaystation 3 und dieXbox 360 sowohl senkrecht als auch waagerecht aufgestellt betrieben werden. Das Gehäuse ist fast komplett aus einem weißen glänzenden Kunststoff gefertigt. Der Verpackung liegt ein gräulicher Plastikständer bei, durch den die Wii bei senkrechter Aufstellung vorne eine leichte Neigung nach oben erhält. Weiterhin verfügt die Wiimote über einen eingebauten Lautsprecher. Ein interner Speicher ermöglicht das Speichern von Benutzerprofilen. Zusätzlich können selbst erstellte Spielavatare (sogenannte Mii) gespeichert werden, um beispielsweise den Tennisspieler von zu Hause zu Freunden mitzunehmen und mit ihm dort spielen zu können.
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Onlinefähigkeiten von Nintendo Wii.
Die Wii-Konsole wurde für den permanenten Anschluss an das Internet konzipiert. Ist diese als WiiConnect24 vermarktete Funktion aktiviert, hält die Konsole eine ständige Verbindung zu den Servern des Herstellers. Auch im Ruhezustand (mit reduzierter Leistungsaufnahme, erkennbar an der orangen Leuchtdiode an der Gerätevorderseite) bleibt diese Verbindung bestehen. So können Nachrichten empfangen werden und Aktualisierungen der Wii-Software seitens Nintendo vorgenommen werden. Mehrspielerpartien werden über die Nintendo Wi-Fi Connection vermittelt. Bisher wurde sie für Nintendo-DS-Titel genutzt (zum Beispiel Mario Kart DS). Voraussetzung für die Nutzung der Online-Funktionen ist ein hinreichend schneller Internetzugang. Die Konsole ist bereits mit WLAN ausgestattet. Alternativ, falls keine WLAN-Basisstation vorhanden ist, sind mit Zusatzhardware folgende Netzwerkverbindungen möglich. Ein Windows-PC mit dem Nintendo Wi-Fi USB Connector übernimmt die Funktion der Basisstation. Nachteil: die Verbindung kann nur verwendet werden, wenn der PC läuft und selber mit dem Internet verbunden ist. Die Wii-Konsole wird via USB mit einem LAN-Adapter erweitert, welcher den Anschluss eines Netzwerkkabels ermöglicht (zum Beispiel der Nintendo Wii LAN Adapter).
Virtual Console.
Neben der GameCube-Kompatibilität besitzt Wii auch eine Funktion namens Virtual Console. Über die Virtual Console können durch Emulation Spiele für verschiedene Konsolen der letzten 20 Jahre (bisher NES, Super Nintendo, Nintendo 64, Sega Mega Drive und Commodore 64) gespielt werden. Sie sind per Internet-Download verfügbar und können im internen Flash-Speicher oder auf einer SD-Speicherkarte gespeichert werden. Vor dem Kauf eines Virtual-Console-Titels kann man im Katalog des Shop-Kanals sehen, ob ein GameCube-Controller, ein Classic-Controller oder die Wii-Remote dafür geeignet sind. Der Virtual-Console-Dienst soll außerdem wie bei Xbox Live Arcade als Vertriebsplattform für neu entwickelte Spiele verwendet werden. So können kleinere Spiele direkt an den Kunden verkauft werden und müssen nicht kostenaufwändig in Geschäften ausgestellt werden. Abgerechnet wird über ein Punktesystem (Wii Points), das mit einem Prepaidgutschein (Wii Points Card) oder per Kreditkarte aufgeladen werden kann. Derzeit kosten 2.000 Wii Points etwa 20 Euro. Die Kosten für die Spiele belaufen sich aktuell auf 1000 Punkte (N64), 900 Punkte (Neo Geo), 800 Punkte (SNES und Mega Drive), 600 Punkte (PC Engine) und 500 Punkte (NES).
Multimediafähigkeiten von Nintendo Wii.
Die Wii besitzt eine geschränkte Wiedergabe von Bilder-, Audio- und Videodateien von der SD-Karte. Die Wiedergabe von mp3-Dateien wich der Wiedergabe von Audiodateien im aac-Format um eine bessere Qualität zu gewährleisten. Internet-Radio ist auch möglich (Streaming Media).
Keine HDTV-Signalausgabe bei Nintendo Wii.
HDTV wird bei Wii aus Kostengründen nicht unterstützt. Zum einen wegen der höheren Entwicklungskosten für die Spiele, da diese dann sowohl für SDTV als auch HDTV entwickelt werden müssten und zum anderen, weil es die Konsolenhardware verteuert hätte. Nintendo gab bekannt, dass erst ein Nachfolger der Wii HDTV unterstützen wird, da zu diesem Zeitpunkt HDTV weiter verbreitet sein wird.
Keine DVD-Wiedergabe bei der Nindendo Wii.
Als Grund wurde angegeben, dass so ein günstigerer Verkaufspreis möglich sei und fast jeder Haushalt über einen DVD-Player verfüge.
Technische Daten der Nintendo Wii.
Hauptprozessor: Taktrate 729 MHz
Der Hauptprozessor hat den Codename „Broadway“ und wurde gemeinsam von IBM und
Nintendo entwickelt.
Grafikprozessor: 243 MHz Taktrate
Der Grafikprozessor hat den Codename „Hollywood“ und wurde gemeinsam von ATI
Technologies und Nintendo entwickelt.
Bild
Ausgang: PAL analog mit Composite(FBAS)-, RGB- und Komponentensignalen(YPbPr)
Ausgang: NTSC analog mit Composite(FBAS)-, S-Video(YC)- und
Komponentensignalen(YpbPr)
Format: 4:3 oder 16:9
Ton
Hauptquelle: Stereo –Dolby Pro Logic II fähig.
Arbeitsspeicher
88 MB Hauptspeicher (24 MB internes (schnelles) 1T-SRAM, 64 MB „externes“ GDDR3
SDRAM); 3 MB GPU Textur-Speicher; 512 MB Flashspeicher (erweiterbar über SD-Card
mit einer Größe von bis zu 2GB
Laufwerk
Optisches Speichermedium für Wii
Slot-In-Laufwerk für optische Medien Spiele für Wii (12-cm-Single- oder
Double-Layer-DVDs)
Controller
Drahtlose Verbindung zur Konsole im Funk-Netzwerkstandard Bluetooth Version
Anschlüsse
1 analoger Multi-AV-Port für Bild- und Tonsignale
1 Steckplatz für SD-Karten
2 USB-2.0-Anschlüsse
4 Buchsen für GameCube-Controller
2 Steckplätze für GameCube-Speicherkarten
1 Buchse für die Sensorleiste
1 Buchse für das externe Netzteil
Wireless LAN
Standard: IEEE 802.11b/g
Verschlüsselung: WEP, WPA (TKIP, AES), WPA2 (AES)


