Festplatte.

Die Festplatte (Harddrive, Harddisk) ist ein wiederbeschreibbares Speichermedium auf dem beispielsweise das Betriebssystem aufgespielt wird. Die Größe der Festplatte gibt an, wie viele Daten auf einer Festplatte gespeichert werden können. Die Größe wird in Gigabyte angegeben. Die Festplatten haben heutzutage sehr große Speicherkapazitäten von 80 bis 1.000 Gigabyte. Die Festplatten bestehen aus Metall und Kunststoff.

 

Um die Daten von der Festplatte zum Prozessor weiterleiten zu können, muss die Festplatte mit dem Mainboard verbunden werden. Hierfür gibt es drei Möglichkeiten. Das wäre die ATA/IDE-Schnittstelle, die modernere S-ATA-Schnittstelle und die SCSI-Schnittstelle.

Im Vergleich zu anderen Computerkomponenten verbrauchen Festplatten sehr wenig Energie zum Beispiel im Gegensatz zu Prozessor oder der Grafikkarte.

ATA Festplatte.

ATA-Festplatten, die auch als IDE bezeichnet werden, waren viele Jahre der Standard. Auch neue Mainboards sind noch mit den entsprechenden Schnittstellen ausgerüstet, aber diese Schnittstelle wird langsam von der besseren S-ATA-Schnittstelle abgelöst, welche eine höhere Daten-Übertragungsgeschwindigkeit hat. Dies bedeutet, dass diese Festplatten eine schnellere Zugriffszeit auf die Daten haben. Zusätzlich können sie während des laufenden Betriebes des Computers angeschlossen bzw. getrennt werden. Dies nennt man auch Hot-Plug-Funktion. Ebenso haben die S-ATA_Schnittstellen auch schmalere Kabel um sie mit dem Mainboard zu verbinden. Sie sind leichter im Computergehäuse zu verlegen und stören die wichtige Luftzirkulation weniger.

Festplatte mit SCSI-Schnittstelle.

Festplatten mit SCSI-Schnittstelle sind vor allem für den Dauerbetrieb ausgelegt zum Beispiel für Internetserver. Diese Festplatten sind aber recht teuer und für den privaten Anwender nicht wichtig, es sei denn, die Festplatte soll rund um die Uhr laufen. Also: vor der Entscheidung für eine Festplatte sollten Verbraucher überprüfen, über welche Schnittstellen ihr Mainboard überhaupt verfügt.

Festplatten Drehzahl.

Die Drehzahl gibt die Umdrehungen der Festplatte pro Minute (U/min) an. Man kann sagen, dass eine schnelle Drehzahl in der Regel auch eine schnellere Datenübertragung zur Folge hat. Meist liest man dann beim Kauf einer Festplatte 7200 U/min. Das ist der gängige Standard und reicht auch für normale Anwendungen aus. Aber es ist natürlich auch so, dass je schneller sich die Scheibe der Festplatte dreht, der Lautstärkepegel zunimmt.

Zugriffszeiten bei Festplatten.

Die Zugriffszeiten werden in Millisekunden angegeben und geben den zeitlichen Abstand zwischen dem Befehl und dessen Ausführung an. Man kann sagen, je kleiner der Wert desto besser. Zirka 9 Millisekunden sind der gängige Standard bei derzeitigen Festplatten.

Festplattencache.

Der Cache ist ein interner schneller Speicher, auf dem die Daten zwischengespeichert werden, was die Lese- und Schreibgeschwindigkeit beschleunigt. Die üblichen Größen liegen derzeit zwischen 2MB und 16 Megabyte.

Einbaugrößen von Festplatten.

Die verschiedenen Baugrößen beziehungsweise Einbaugrößen von Festplatten werden in Zoll angegeben. Welche Form man wählt, hängt von dem Computer ab, den man hat. Bei einem Desktop-Computer werden 3,5-Zoll-Festplatten und bei Notebooks werden die kleineren 2,5-Zoll-Festplatten verbaut.

Festplattenzubehör.

Es gibt auch Zubehör für Festplatten wie Terminatoren, die zwischen Rahmen und Festplatte eingebaut werden, welche die Geräusch der Platte dämmen. Außerdem könnte man die Festplatte auch mit einem zusätzlichen Kühler ausstatten.

Externe Festplatte.

Externe Festplatten arbeiten analog wie die Festplatten die in einem Computergehäuse verbaut sind. Sie stehen eben nur außerhalb und sind deshalb auch für den mobilen Einsatz geeignet. Diese Festplatten dienen meist der Datensicherung sowie Backups und unterscheiden sich weder beim Speicherplatz oder der Drehzahl, dem Cache, dem Stromverbrauch oder der Zugriffszeit von den fest installierten Festplatten. Die externen Festplatten stecken in einem Kunststoff- oder Metall-Gehäuse. Die Kunststoff-Variante ist meist günstiger im Preis, jedoch ist das Metallgehäuse widerstandsfähiger und es kann auf eine aktive Kühlung verzichtet werden, da die entstehende Wärme auf Grund der höheren Wärmeleitfähigkeit des Gehäuses schneller nach außen abgeführt werden kann.

Externe Festplatten werden auch mit aktiven oder passiven Kühlvorrichtungen gekühlt. Wenn ein Lüfter im Gehäuse die Festplatte kühlt, spricht man von aktiver Kühlung. Diese Methode ist effizienter hat aber auch den höhern Geräuschpegel. Bei der passiven Kühlung wird die Wärme einfach über das Gehäuse nach außen geleitet. Jedoch ist die Gefahr einer Überhitzung höher, vor allem, wenn die Festplatte stark belastet wird.

Externe Festplatten, die in der Regelen nicht ständig laufen müssen, verfügen sie über einen separaten An-/Aus-Schalter am Gehäuse. Die wählbaren Baugrößen sind die Formate 3,5 Zoll und 2,5-Zoll. Bei vergleichbaren Preisen haben jedoch die externen Festplatten eine geringere Kapazität. Sie können über einseparates Netzteil oder den USB-Port mit Strom versorgt werden.

Anschlüsse von externen Festplatten.

Die externen Festplatten haben verschiedene Anschlüsse wie zum Beispiel USB, Firewire, LAN oder eSATA.Für einen USB-Anschluss spricht dabei, dass dieser Anschluss heutzutage an jedem Computer oder Notebook vorhanden ist. USB2.0 bietet eine Übertragungsratsrate von 480 Mbit/s. Beim Kauf sollte man auf diesen USB 2.0 zurückgreifen, da er deutlich schneller ist als die veraltete 1.1-Version.

Firewire ist ähnlich dem USB-Anschluss, aber seltener an PC`s oder Notebooks vorhanden. Die maximale Übertragungsrate liegt hier bei 400 bzw. 800 Mbit/s.

Eine weitere Anschluss-Möglichkeit ist eSATA. Diese Anschluss-Variante wird zunehmend häufiger installiert und könnte USB und Firewire ablösen. Ein Vorteil von eSATA-Festplatten ist die Geschwindigkeit. Sie ist höher als bei USB oder Firewire. Hier gibt es fast keine unterschied mehr zu einer Festplatte, die im Computer sitzt. Man kann auch problemlos ein bootbares Betriebssystem darauf installieren, was bei Firewire und USB komplizierter wäre. Ein Nachteil von eSeta Festplatten ist jedoch, dass sie nicht Hot-Plug fähig ist, also das Entfernen der Platte, während der Computer läuft, funktioniert nicht problemlos.

Eine weitere Anschlussmöglichkeit einiger externer Festplatten ist der LAN-Anschluss. Der Anschluss einer Festplatte über LAN ist vorteilhaft, wenn mehrere Rechner auf die Festplatte zugreifen sollen. Die Festplatte kann dabei auch an einen Router beziehungsweise Netzwerkrouter angeschlossen sein.


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